BRAUN SK 25 Röhren-Kleinsuper für MW und UKW

- Wartung und Reparatur -

Der Kleinsuper SK25 von BRAUN ist ein Gerät aus dem Einstiegssegment mit folgenden Daten:

Schaltungsprinzip ........ Röhren-Superhet ZF 455 kHz (AM), 10,7 MHz (FM)
Hersteller........................ BRAUN GmbH Kronberg/Ts.
Herstelljahr ................... 1961-64 Seriennummer: 167682
Gehäuse ........................ Design Fritz Eichler / Arthur Braun, 1954Farben Hellgelb, Lichtgrün, Creme, Hellbeige, Hellgrau und Graphit
Anzahl Kreise ................ 6 Kreise AM, 9 Kreise FM
Wellenbereiche ............ Mittelwelle 510 ... 1649 kHzUKW 87,5 ... 104 MHz
Ausstattung ................... 3-pol. DIN-(XLR)-Phonobuchse, Tonblende, Erde, 240 Ohm DipoleingangNF-Gegenkopplung, AVR bzw. AGC
Spannungsversorgung Wechselspannung 115 - 160 - 220 Volt
Lautsprecher ................. 1 dynamischer Breitband-Lautsprecher
Ausgangsleistung ......... 1,5 W Klirrfaktor 3% (1000 Hz) Frequenzgang 90 Hz ... 8 kHz
Leistungsaufnahme .... 30 W (UKW-Betrieb)
Abmessungen (BxHxT) 234 x 152 x 130 mm
damaliger Preis ............ 167,00 DM (1961)
Röhren .......................... ECC 85 - ECH 81 - EF 89 - EABC 80 - EL 95 Glr.: SSF E250/C85
ähnliche Typen ............. Vorgängermodell SK2/2 (Type RC2, 1959)

Angaben nach Braun, 1961

1. Designklassiker SK-Kleinsuper

Zwar geht es auf dieser Seite darum, den Empfänger wieder in Betrieb zu nehmen. Das besondere am äußeren Design des Geräts soll aber nicht unerwähnt bleiben.

Bauhaus-Design

Auf der Internationalen Funkaustellung 1955 IFA in Düsseldorf erstmals ausgestellt, muss die Braun SK-Serie wie ein Fremdkörper unter den anderen Radio-Neuheiten gewirkt haben. Statt im üblichen outfit als glanzpoliertes Wohnmöbel kommt das Radio der SK-Reihe als schlichter Kubus daher, der seine technische Herkunft nicht verbergen will. Die Formensprache distanziert sich von der zeitgenössischen barocken Überladung und reduziert die Formen auf Linie, Rechteck, Kreis. In der Materialwahl folgt man alter Tradition und wählt Bakelit, den Kunststoff der Zwanziger Jahre. Front und Seitenflächen sind in einem Stück gepreßt, kein dezenter Lautsprecherstoff ziert die Front, sondern eine nüchterne Lochrasterplatte. Lackflächen in modischen Farbtönen bestimmen den äußeren Eindruck. Die wenigen Bedienungselemente sind aus weißem Bakelit bzw. grauem Kunststoff. Es wird Wert auf intuitive Bedienung gelegt, denn es ist keine Beschriftung vorhanden. Der Rückgriff auf die funktionale Formensprache des Bauhauses geht einher mit betonter Einfachheit in der Bedienung. Die Wellenskala ist zugleich Abstimmelement. Heute gilt das Braun-Design als Synonym für das Nachkriegsdesign. Seine Formgestaltung hat auch das Design der 2000er Jahre beeinflusst. Dieselbe Reduzierung auf Rechteck und Kreis läßt sich an apples ipod ablesen. vgl. Besprechung in "Kunst und Krempel", Bayerischer Rundfunk, 2014

4. Gehäuse

Das per Auktion erworbene Exemplar hat noch intaktes Bakelit und noch den originalen Lack im Graphitton. Das lichtgrau beschichtete Lochblech sieht unansehlich aus. Die Rückwand aus spröde gewordenem Kunststoff hat die typischen Ausbrüche an den oberen Schrauben. Ein unsäglicher Nachtlichtschalter verunziert das Netzkabel und läßt ahnen, in welchem Zustand sich der Netzschalter am Lautstärkeregler befindet. Alle Knöpfe sind original und lassen sich bewegen. Ansonsten ist das Gehäuse offensichtlich noch nicht Objekt von gut gemeinten Überarbeitungen gewesen.

Das Gehäuse wurde nur entstaubt und gereinigt. Die Lochrasterplatte wurde aufgefrischt durch eine dünne, 2-fache Beschichtung mit seidenmattem Acryllack. Ein saugender Untergrund entfernt hierbei den Großteil des Lacks von der Gaze an der Rückseite. Dieses Gewebe sollte nicht zusetzen.

Frontansicht

Die Ausbrüche an der Rückwand wurden durch ABS-Stücke in gleicher Stärke ergänzt und mit Acrylat geklebt.

Rückansicht

2. Bedienungshinweise

Phono-Betrieb

Der Wellenschalter hat nur 2 Stellungen. Für den Betrieb als Phonoverstärker muss der Wellenschalter zwischen MW und UKW gestellt werden (rastet nicht ein). Die Signalquelle soll über XLR-Stecker zugeführt werden.

Antenne

Das Gerät hat keine interne Antenne. Optimalerweise erfolgt der Betrieb an einem externen Außendipol für UKW oder Rahmenantenne für MW.

Tonblende

Der Klang kann durch eine Tonblende auf der Rückseite des Geräts verändert werden.

3. Funktionsbeschreibung SK 25

Anders als beim Gehäuse brachte die Schaltungsentwicklung keine bahnbrechenden Neuerungen. Das Schaltungsdesign ist genial einfach gehalten, um einen Super in diesen geringen Gehäuseabmessungen unterbringen zu können. Die Vorgabe war, einen 2-Wellenempfänger bei geringem Platzangebot als UKW-Super mit einem Minimum an Röhren und ZF-Stufen zu realisieren. An der Entwicklung der SK-Schaltung bis zum Modell 25 läßt sich dieses Prinzip nachverfolgen: Beliebt ist der Einsatz von Kombiröhren (2-fach Triode, Triode+Pentode) und die Röhren müssen Mehrfachaufgaben (zugleich Oszillator und Mischstufe) erfüllen, für die es im Groß-Super eigene Röhrenstufen gibt. Trotz der spartanischen Auslegung („Küchenradio“) und des kleinen Gehäuses sind Wiedergabe und Empfangsleistung zufriedenstellend. Nachteilig wirkt sich die Verwendung eines Einweggleichrichters aus. Die Siebung vermag das Netzbrummen nicht vollständig zu unterdrücken. Anders als bei den Vorgängermodellen ist bei diesem Modell die Mischstufe mit ECH 81 realisiert. Der abgebildete Röhrenlageplan ist innen links im Gehäuse eingeklebt.


Roehrenlageplan SK 25

AM-Empfang

In der Stellung "M" des Wellenschalters wird die Anodenspannung für die Röhre 1 abgeklemmt, und der abstimmbare AM-Eingangskreis L7/C9/C38 an den Eingang der ECH81 gelegt. Die Triode der ECH81 und der abstimmbare Schwing- bzw. Koppelkreis L10/C9/C44/C64 erzeugen die Oszillatorfrequenz von 455 kHz. Die Oszillatorschwingung liegt direkt am Bremsgitter (1) der Pentode ECH81 und wird dort mit dem verstärkten Eingangssignal abgemischt. An deren Anode wird dann das ZF-Signal ausgekoppelt und vom Bandfilter L11 - L14 selektiert. Die EF89 verstärkt das zugeführte ZF-Signal und leitet es über ein zweites Bandfilter L15 – L18. Am sekundären Schwingkreis des Bandfilters folgt dann die Demodulation des ZF-Signals durch ein Diodensystem der EABC80 (Pin 6, 7). Die Audiofrequenz wird über C43 ausgekoppelt (Stellung der beiden Wellenumschalter bei R23 auf „M“) und hochohmig ans Steuergitter des Triodensystems der EABC80 gelegt, nachdem sie noch den dazwischen liegenden Lautstärkeregler R15 passiert hat. Am letzten ZF-Sekundärkreis steht nach der Gleichrichtung neben dem Audiosignal auch eine gegen Signalmasse negative Gleichspannung an, die im Gleichlauf mit der Signalstärke schwankt und zur automatischen Verstärkungsregelung der beiden vorangehenden Verstärkungsstufen genutzt wird. Sowohl bei AM als auch bei FM wird das Audiosignal schließlich kapazitiv (C6) von der Anodenspannung an Widerstand R11 ausgekoppelt und zur Endverstärkung an den Eingang der EL 95 gelegt. Das vorgeschaltete RC-Filter R12/C5 dient als Tiefpass (Klangregler).

FM-Empfang

Im FM-Betrieb wird die Doppeltriode ECC 85 mit dem Tuner zugeschaltet. Ihre erste Hälfte T1 dient der reinen Verstärkung des HF-Signals. Der AM-Ozillatorschwingkreis ist in Stellung "U"(rechts) des Wellenschalters kurzgeschlossen. Breitbandig zwischen Kathode und Steuergitter eingekoppelt, steht an der Anode das verstärkte HF-Signal an. R1 und R6 sind als Drahtwiderstände ausgeführt und blocken die UKW-Frequenzen induktiv gegen Masse ab. Die HF-Selektion erfolgt über den abstimmbaren Schwingkreis L3/C9 im Anodenkreis der ersten Hälfte von ECC 85. Deren zweite Hälfte T2 dient zugleich als Oszillator und Mischstufe ("selbstschwingende Mischstufe"). Das Oszillatorsignal wird am Kreis L4/C15 ausgekoppelt und zusammen mit dem HF-Signal ins Steuergitter (7) additiv eingemischt. Der Eingangs-und der Oszillatorschwingkreis werden im Gleichlauf abgestimmt über separate Drehko-Plattenpakete (gestrichelte Linie im Schaltplan bei C9). Die ZF von 10,7 MHz wird an der zweiten Anode (6) der ECC85 induktiv ausgekoppelt (L5/L6).


AM-Eingangskreis und FM-Tuner SK 25

ZF-Verstärker und Demodulator

Der Verstärker für beide ZF-Frequenzen ist zweistufig angelegt. Durch das erste ZF-Filter L11/L12 in der Anodenleitung der Heptode von ECH 81 erfolgt die erste ZF-Selektion auf 10,7 Mhz (FM), wonach die vorgefilterte Zwischenfrequenz über den zweiten "U/M"-Umschalter in der Stellung "U" an das Steuergitter von EF 89 gelangt. Die ZF-Verstärkung durch ECH81 und EF89 sowie die Selektion durch das nachgelagerte 2. Bandfilter erfolgt wie bei AM. folgt kein normales Band-, sondern ein Ratiofilter, das zusammen mit den beiden Diodensystemen der EABC80 (Pin 1, 7 und 2, 3) den FM-Demodulator (Ratiodetektor) bildet. Die automatische Verstärkungsregelung ist bei FM deaktiviert und nicht erforderlich. Die Auskopplung der NF erfolgt dann über R13 (der zusammen mit C29 die De-Emphasis bildet) und den dieses Mal auf "U" stehenden Wellenschalter in Richtung Steuergitter der Triode von EABC 80, dessen Vorspannung statisch über den hohen Ableitwiderstand R13 erzeugt wird.


ZF-Gruppe und Ratio-Detektor SK 25

4. Überarbeitung des Chassis

Bei der Durchsicht zeigte sich, dass bereits an der Leitungsführung der Netzzuleitung, an der Siebung der Anodenspannung und einigen Anodenvorwiderständen Veränderungen stattgefunden hatten. Die Bandfilter und Oszillatorspulen dagegen schienen unberührt. Anscheinend gab es vorher Probleme mit einer abgesunkenen Anodenspannung durch ermüdeten Selen-Gleichrichter.

Chassis Vorderansicht

Chassis Rückseite

Ausbau

Alle Knöpfe abziehen. Die Verschraubung der Rückwand, dann die seitlichen Schrauben, die das Chassis halten, entfernen. Das handliche Chassis läßt sich nun herausziehen.

Erhaltung der Authentizität

Alterspatina und das originale Erscheinungsbild sollen sowohl am Gehäuse als auch am Chassis weitestgehend erhalten bleiben. Für die Funktionsfähigkeit genügt im Inneren eine vorsichtige und sorgfältige Reinigung. Die Röhrenfassungen sollten genauer untersucht werden, da Korrosionsschichten an den Stiftkontakten oft der Grund für auftretende Instabilitäten sein können. An der heißen Endröhre ist oft die Pertinaxfassung in einem schlechten Zustand (Schwarze Verfärbungen zwischen den Kontakten). Im schlimmsten Fall hilft nur der Austausch.

Transformatoren

Die Wicklungen wurden geprüft. Die Primär- und Anodenwicklungen hatten Durchgang. Äußerlich waren keine Spuren von Überhitzung erkennbar. Der Ausgangsübertrager war ebenfalls durchgängig.

Problem Netzschalter

Der Netzschalter schaltet die Netzzspannung nicht mehr (verharrt in der Aus-Stellung). Er wurde durch einen zweifelhaften workaround mit Nachttischlampenschalter umgangen. Hierbei wurde die Leitungsführung geändert und das Netzkabel an einem Pol aufgetrennt.
Der Netzschalter ist mit dem Lautstärkepotentiometer kombiniert und in dieser Form als Neuteil (Preh, 1 MOhm log.) nicht mehr beschaffbar. Ein Reparaturversuch ist aufwendig, denn das Poti muß erst aus einem Drahtgeflecht befreit und danach wieder eingebaut werden. Der Preh-Typ ist genietet und gelascht. Durch Ausbohren der Nietköpfe kann man den Schalter abtrennen und zur Untersuchung öffnen. Bei sichtbarem Verschleiß der Schaltelemente (Mitnehmernase und Schalthebel aus Zinkdruckguss) besteht kaum Hoffnung auf eine nachhaltige Reparatur. In diesem Fall kann man das Schaltelement auf Stellung "an" fixieren. Bei einem Gerät, dass ohne Aufsicht nicht laufen sollte, kann man das Abziehen des Steckers nach Benutzung hinnehmen. Glücklich kann sich schätzen, wer aus 2 defekten Teilen noch ein funktionierendes Kombi-Potentiometer zusammenfügen kann.

Problem Anodenspannungsversorgung

Ein Reparaturversuch mit einer Leistungsdiode wurde rückgebaut. Es fehlte ein zusätzlicher Widerstand und die Kondensatorbrücke über der Diode. Stattdessen wurde in das originale Gleichrichtergehäuse eine spannungsfeste Diode 1N4007 eingebaut, die problemlos den Anodenstrom liefern kann. Ein neuer Doppel-Elko im Alubecher wurde gegen den alten getauscht. Ein zusätzlicher Vorwiderstand 47 Ohm (5 Watt) vor dem Ladeelko und eine spannungsfeste Kondensatorbrücke 4,7n über die Diode führen zu einer mit dem alten Selengleichrichter vergleichbaren Ladekurve und einer Anodenspannung von 150 Volt.

Glühlampen

Die Glühlampe war ganz erloschen und kann problemlos ersetzt werden: Skalenlampe 7V 0,6A, Sockel E10

Austausch der Papierkondensatoren

Bei der Fertigung wurden die Anschlüsse vor dem Löten durch die Lötösen geführt und umgebogen. Daher nicht an den Teilen ziehen, besser vorher abknipsen. Den Austausch Teil für Teil durchführen, damit sich keine Kontaktierungsfehler einschleichen.

An den Röhrenfassungen geht es eng zu. Dennoch dürfen beim Austausch von Teilen Lage, Länge der Zuleitungen und Massepunkte nicht geändert werden. Das Foto zeigt die korrekte Lage der Bauteile. Unterseite des Chassis mit erneuerter Spannungsversorgung und repariertem Netzschalter

Die im Gerät vorhandenen Papierkondensatoren EROID bzw. ERO sind nicht langzeitstabil und sollten, zumindest wenn Anodenspannungen anliegen, ersetzt werden. Besonderes Augenmerk gilt dem Koppelkondensator C 6 zum Steuergitter der Endröhre. Wenn dieser Leckstrom durchläßt, wird der Arbeitspunkt der Endröhre verlagert und die Röhre leidet.

  • C06 4,7nF /1 kV- Koppel-Kondensator, ersetzt durch 4,7 nF, WIMA MKT axial
  • C37 50μ+50μ/385V- ersetzt durch neuen Alubecher 2x 56μF, 450/500VAC
  • C35 4 μF Ratio-Elko, ersetzt 4,7 μF, 63V
  • C36 25 μF, Kathoden-Elko, ersetzt durch 22 μF, 63 V
  • C33 10 nF keram., beschädigt, ersetzt durch 10 nF keram., 500 V-

Austausch von Vitrohm-Widerständen

Die eingebauten Kohleschicht-Widerstände von Vitrohm sind nur begrenzt stabil und neigen bekanntermassen dazu, auf längere Sicht hochohmig zu werden. Ein Teil der höher belasteten war bereits ersetzt.

  • R08 1 K/1W Siebwiderstand, bereits ersetzt durch Metallfilm
  • R11 220K Anodenwiderstand, bereits ersetzt durch Metallfilm
  • R19 33K Vitrohm, hochohmig geworden, ersetzt durch Metallfilm

Schaltplan SK 25

Schaltplan Type RC 25-815 (ZF-Frequenzen korrigiert) von Braun, 1961

Im Schaltplan des SK25 sind zwar Meßanweisungen, aber leider keine Spannungswerte verzeichnet. Bei einigen Spannungen können die Angaben im Schaltplan der Modelle SK 2 bis 22 als Richtwerte dienen. Alle Braun SK Modelle arbeiten mit einer niedrigen Anodenspannung unter den Kennwerten der eingesetzten Röhren. An ECC85 sollen nur 120 - 140 V als Anodenspannung anstehen. Die Heizspannung aber muss bei 220-230V Netzspannung zwischen 6,1 und 6,5 VAC betragen.

6. Erste Inbetriebnahme

Erstes Anschließen ans Netz mit einer 60 Watt-Vorschalt-Glühbirne zeigte einen normalen Strombedarf: nach einem kurzen Aufleuchten für die Lade-/Siebelkos und das Anheizen der Röhren ging die Helligkeit stark zurück.

  • In der Stellung Plattenspieler reagierte der NF-Verstärker auf einen Schraubenzieher am Eingang mit Brummgeräuschen.
  • Alle Röhren wurden geheizt.
  • Der Trafo blieb handwarm.

Alle weiteren Schritte wurden nun direkt am 230-Volt Netz durchgeführt.

  • In der Stellung UKW konnten mit einem Meter Draht sofort Sender empfangen werden.
  • Abstimmung und Trennung waren in Ordnung.
  • Auf Mittelwelle überwiegen Brummstörungen. Deutsche Sender sind allesamt abgeschaltet. Für den Fernempfang auf Mittelwelle braucht es spezielle Antennen (z.B. breitbandige oder auf MW abgestimmte Magnetic Loop, Rahmenantenne), eine einfache Wurfantenne empfängt nichts.

Abgleich

Ein Abgleich war nach Austausch der gelisteten Bauteile nicht notwendig, sie sind alle nicht frequenzbestimmend.

Sollte die Empfangsqualität zu wünschen übrig lassen oder die Sender nur schwer abzustimmen sein, ist von einem testweisen Verstellen von Trimmern und Kernen dringend abzuraten. Schon die Mechanik bildet eine erste Hürde: durch den Wachsverguß sind die Kerne fixiert und das spröde Material bricht leicht. Für den erfolgreichen Abgleich ist ein tieferes Verständnis der Materie Voraussetzung. Einen Einstieg dazu bietet die ausführliche Seite Wumpus Welt der Radios.

Die Herstellerangaben zu Abgleichschritten und Abgleichpunkten helfen weiter. Ein Abgleich kommt außerdem kaum ohne Meßgeräte aus. Für die vom Hersteller beschriebenen Abgleichroutinen wird zumindest ein Meßsender und ein Röhrenvoltmeter benötigt.